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Ungarn reicht als erstes EU-Mitglied seine nationale Strategie zur Integration der Roma ein |
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8. Dezember 2011
Am 30. November 2011 nahm die ungarische Regierung die nationale Strategie zur sozialen Eingliederung an, die vom ungarischen Staatsminister für soziale Eingliederung (Ministerium für öffentliche Verwaltung und Justiz) an die Europäische Kommission weitergeleitet wurde. Ungarn ist damit das erste EU-Mitglied, das eine solche Strategie einreicht. Damit ist Ungarn der Verpflichtung nachgekommen, die alle Mitgliedsstaaten eingegangen sind, als sie sich für die Einrichtung eines EU-Rahmens für nationale Roma-Integrationsstrategien aussprachen.
Der endgültige Text der Rahmenstrategie wurde vom Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz am 19. Mai 2011 angenommen und vom Europäischen Rat im Juni bestätigt. Im Ergebnis musste jeder Mitgliedsstaat seine eigene Strategie zur Integration der Roma vorbereiten und bis Ende des Jahres bei der Europäischen Kommission einreichen. Die Umsetzung wird von der Europäischen Kommission überwacht. Die ungarische Strategie zur sozialen Eingliederung kann hier eingesehen werden: www.romagov.kormany.hu.
Wir möchten insbesondere unserer ungarischen Mitglieder auffordern, die Strategie zu lesen und sich im Anschluss an die nationale Kontaktstelle zu wenden, um zu erfahren, wie sie sich an der Umsetzung und Überwachung der Strategie beteiligen können. |
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Seminar zur Überschuldung von Privathaushalten hilft den richtigen Weg zu weisen |
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7. November 2011
Das von dem Europaabgeordneten Antolín Sánchez Presedo ausgerichtete und von Eurodiaconia und Eurofound gemeinsam organisierte Seminar beschäftigte sich mit dem Problem der wachsenden Verschuldung privater Haushalte.
Präsentationen von Francesco Gaetano (Europäische Kommission, GD Sanco) und Hans Dubois (Eurofound) betonten, dass in den letzten Jahrzehnten die Verschuldung der Privathaushalte stark gestiegen ist und dass sich mit der aufgrund der aktuellen Finanzkrise dramatisch steigenden Arbeitslosigkeit das Problem der Privatverschuldung weiter verschlimmern wird. Eine erst kürzlich durchgeführte Eurobarometerumfrage ergab, dass sich mehr als 25% der Europäer einem erhöhten Überschuldungsrisiko ausgesetzt sehen.
Francesco Gaetano erklärte, die Europäische Kommission hoffe, 2012 eine neue Studie zu veröffentlichen, um das Problem besser zu analysieren und vergleichbare Daten aus der ganzen EU zu liefern. Die Kommission hoffe, ihr Wissen um das Wesen und die Ursachen der Überschuldung zu vertiefen, was zu wirksameren Maßnahmen führen werde.
Hendrik Jan Graber von Kerk in Actie in den Niederlanden sprach über das erfolgreiche Projekt „Schuldhulpmaatje“. In diesem werden Menschen zu Schuldenhelfern ausbildet, die dann mit Menschen mit Schuldenproblemen zusammengebracht werden. Das Projekt hat dabei geholfen, den Anteil der Menschen, die den Weg aus der Verschuldung gefunden haben, von 30% auf 70% in den Niederlanden zu steigern.
Alice Pittini von CECODHAS erläuterte, wie in Europa in den vergangenen Jahren mit dem Anstieg der wohnungsbezogenen Ausgaben, die mittlerweile den größten Teil der Verbraucherausgaben auf EU-Ebene darstellen, auch die Hypothekenverschuldung gestiegen ist.
Im zweiten Teil des Treffens ging es vorrangig darum, was getan werden kann, um das Problem zu lösen. Eurodiaconia stellte Empfehlungen dafür vor, wie die Europäische Union tätig werden könnte. So könnte sie zum Beispiel potenziell missbräuchliche Praktiken (Revolving-Kredit, Inkasso, Werbung und unverantwortliche Kreditvergabe) überwachen und regulieren und Menschen in Schuldsituationen sowie die Dienstleistungserbringer unterstützen.
Der Runde Tisch kam mit den Präsentationen zweier Europaabgeordneter, in denen es darum ging, wie sich das Europäische Parlament diesem Problem widmet, zu einem positiven Abschluss. Olle Ludvigsson sprach darüber, wie wichtig es sei, dass die Jugendlichen schon in der Schule lernen, richtig mit Geld umzugehen, und Antolín Sánchez Presedo erläuterte, wie er die Verbraucher besser schützen und in Bezug auf Kredite und Hypotheken besser beraten lassen möchte. Die Veranstaltung machte deutlich, dass dem Problem der Verschuldung von Privathaushalten auf EU-Ebene größere Aufmerksamkeit geschenkt wird, und dass alle Partner eine größere Bereitschaft zeigen, zusammenzuarbeiten und Fortschritte zu erzielen.
Interessante Links: Sehen Sie sich ein Video von Kerk in Actie über die praktische Arbeit des Projektes „Schuldhulpmaatje“ an (auf Niederländisch). Zusammenfassung der Empfehlungen von Eurodiaconia Arbeitspapier von Eurofound: Managing household debts: Social service provision in the EU

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Der 5. Dezember ist der Internationale Tag der Freiwilligen! |
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6. December 2011
Am 5. Dezember lassen wir auf der ganzen Welt unsere Freiwilligen hochleben. Freiwillige sind für die Mitglieder von Eurodiaconia von enormem Wert, da sie Seite an Seite mit den festangestellten Mitarbeitern in den sozialen Diensten in ganz Europa arbeiten, deren Qualität verbessern und den erbrachten Diensten einen Mehrwert verleihen.
Was also tut sich im Bereich Freiwilligentätigkeit auf europäischer Ebene? In der vergangenen Woche fand in Warschau, Polen, die Schlusskonferenz des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 statt. Es gab interessante Podiumsdiskussionen über hochwertige Freiwilligentätigkeit, die Sensibilisierung für den Wert und die Bedeutung der Freiwilligentätigkeit sowie darüber, wie die Freiwilligentätigkeit in den bevorstehenden Europäischen Jahren 2012 und 2013 repräsentiert sein wird.
Auf der Konferenz überreichte die Allianz für das Europäische Jahr 2011 der EU-Kommissarin Kristalina Georgieva offiziell die Politische Agenda für die Freiwilligentätigkeit in Europa - PAVE (Policy Agenda for Volunteering in Europe). PAVE ist in einem Jahr harter Arbeit von den Arbeitsgruppen der Allianz, in denen auch Vertreter der Eurodiaconia-Mitglieder Diakonisches Werk der EKD und Diakonie Österreich mitgearbeitet haben, erstellt worden. Das Dokument soll:
• Für einen effizienteren und effektiveren politischen Rahmen eintreten. • Die Freiwilligen, die Freiwilligentätigkeit und die mit Freiwilligen arbeitenden Organisationen unterstützen und fördern. • Ein dauerhaftes Vermächtnis des Europäischen Jahres 2011 sichern, indem es alle Stakeholder darin bestärkt, die Versäumnisse in den aktuellen Politiken anzusprechen. • Gemäß den Zielstellungen des Europäischen Jahrs 2011 alle Stakeholder-Gruppen ansprechen.
(Um mehr über die Allianz zu lesen, klicken Sie bitte hier: http://www.eyv2011.eu/ )
Eurodiaconia hat das PAVE-Dokument angenommen und wird seine Umsetzung unterstützen. Wir werden Sie informieren, sobald das Dokument heruntergeladen werden kann.
Falls Sie uns dabei helfen können, das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zu bewerten, klicken Sie bitte hier.
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Jahreswachstumbericht 2012 und Fortschrittsbericht zu Europa 2020 vorgestellt |
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25. November 2011
Am Mittwoch, dem 23. November, stellte die Kommission den Jahreswachstumsbericht 2012 und den Fortschrittsbericht zu Europa 2020 vor. Der Jahreswachstumsbericht legt dar, welche Prioritäten die EU nach Auffassung der Kommission für die kommenden 12 Monate in der Wirtschafts- und Haushaltspolitik sowie in Bezug auf Reformen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung setzen muss. Die Vorstellung des Berichts markiert die Eröffnung des zweiten Europäischen Semesters für die wirtschaftspolitische Steuerung.
Der Bericht nennt 5 Schlüsselmaßnahmen:
- Inangriffnahme einer differenzierten, wachstumsfreundlichen Haushaltskonsolidierung
- Wiederherstellung einer normalen Kreditvergabe an die Wirtschaft
- Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit für heute und morgen
- Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Bewältigung der sozialen Folgen der Krise
- Modernisierung der öffentlichen Verwaltung
Der Fortschrittsbericht zu Europa 2020, der Zehnjahresstrategie der EU für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum, zeigt, dass zum jetzigen Zeitpunkt die von den Mitgliedsstaaten gesetzten nationalen Ziele nicht ausreichen, um die meisten der EU-Ziele, darunter auch die Verringerung der Armut, zu erreichen. Die jüngsten Statistiken deuten darauf hin, dass lediglich im Bereich Bildung Fortschritte gemacht wurden.
Eurodiaconia hat den Jahreswachstumsbericht 2012 und den Fortschrittsbericht analysiert und ein Mitgliederbriefing dazu vorbereitet. Um unsere erste Analyse zu lesen und zu verstehen, inwiefern der Jahreswachstumsbericht und das Europäische Semester für Sie relevant sind, klicken Sie bitte hier.
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