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27. April 2012
Diese Woche war ich eingeladen, in meiner Funktion als Vizepräsidentin der Social Platform vor den Europäischen Sozial-und Arbeitsministern zu sprechen. Das Thema der Diskussion lautete „Die sozialen Dienste unter Druck“ und gründete auf der Prämisse, dass es aufgrund der Krise notwendig ist, eine effektivere und effizientere Weise zu finden, soziale Dienstleistungen zu erbringen. Als Social Platform – und ich denke auch im Namen der Mitglieder von Eurodiaconia – lehnen wir diese Prämisse ab. Lassen Sie uns ehrlich sein: Es waren keine übertriebenen Investition in soziale Dienste und Sozialhilfesysteme, die die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst haben, doch es scheint, dass es die Erbringer und Nutzer von sozialen Dienstleistungen sind, die die Konsequenzen der Krise zu tragen haben. Wir forderten die Minister auf, ihren Ausgangspunkt zu ändern, nicht länger über „Effizienz“ nachzudenken (manchmal ist das nur das Code-Wort für „billiger“), sondern vielmehr mit den Konzepten Qualität und Investitionen zu beginnen. Wenn es qualitativ hochwertige soziale Dienstleistungen gibt, mit einer ausreichenden Investition, die sicherstellt, dass sie angemessen finanziert sind, allgemein zugänglich und bezahlbar, unterstützt durch einen fördernden gesetzlichen Rahmen und mit der gemeinsamen Mission, soziale Ausgrenzung zu bekämpfen und Menschen bei der Suche nach Möglichkeiten zu unterstützen, ihr Leben zu veressern, dann sind sie schließlich auch effektiv und effizient. Ich hatte den Eindruck, dass einige Minister – und die Europäische Kommission – diese Sichtweise teilten. Unsere Herausforderung ist es, zusammenzuarbeiten, um diejenigen Mitgliedsländer zu überzeugen, die soziale Dienste und ihre Nutzer vielleicht als eine Last und ungeliebte Ausgabe sehen statt als Investition in sozialen Zusammenhalt und Teilhabe an der Gesellschaft. Hier finden Sie die Pressemitteilung.
Bei der Generalversammlung der Social Platform diese Woche werde ich Gelegenheit haben, EU-Präsident Herman van Rompuy eine ähnliche Botschaft mitzugeben – wir müssen es irgendwie schaffen, dass das Verlangen des Europäischen Rats nach wirtschaftlichem Wachstum sich zusammenfügt mit den Bedürfnissen der Menschen in Europa nach sozialem Zusammenhalt und Einbeziehung – hoffen wir, dass auch er auf uns hört!
Ansonsten waren sowohl Laura als auch Clothilde mit Netzwerktreffen beschäftigt. Letzte Woche fand das Treffen des Netzwerks gegen Marginalisierung und Ausgrenzung mit Schwerpunkt auf Kinderarmut in Schweden statt. Diese Woche trifft sich das Netzwerk für gesundes Altern in Wien. Außerdem trifft sich der Eurodiaconia-Vorstand diese Woche in Finnland – eine geschäftige Woche. Aber wohl nicht so geschäftig, wie es die letzten Wochen sicher für Catherine und Aisling aus unserem Team waren – sie haben beide geheiratet! Wir wünschen Aisling und Joël und Catherine und Pierre-Etienne von Herzen alles Gute und Gottes Segen für ihr neues Leben zu zweit!
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Heather
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