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26. Juli
Diese Woche habe ich an meinem Halbjahresbericht für die Europäische Kommission gearbeitet und dabei hatte ich Gelegenheit einmal zu reflektieren, wie viel seit Beginn des Jahres passiert ist – und wie viel noch zu tun ist. Nahrungsmittelhilfe für die besonders von Armut Betroffenen ist im Laufe der letzten Monaten zu einer absoluten Priorität geworden. Wir arbeiten eng mit unseren Kollegen vom Roten Kreuz, von Caritas Europa und der Europäischen Vereinigung der Lebensmittelbanken zusammen. Diese Kooperation hat sich als erfolgreich herausgestellt, auch wenn wir uns noch nicht sicher sind, ob unsere Lobbyarbeit erfolgreich war – das werden wir im Herbst erfahren. Wir haben auch unsere Arbeit zu Migration und Zugang zu Dienstleistungen innerhalb der EU, Kinderarmut, Einbeziehung der Roma, Privatverschuldung und gesundes und aktives Altern intensiviert.
Soziale Dienstleistungen sind nach wie vor ein wesentlicher Teil unserer Arbeit. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres war ich als Vorsitzende von Social Services Europe tätig – die neue Organisation, die die größten gemeinnützigen Sozialdienstleister in Europa vereint. Mit Laura Jones im Sekretariat haben wir fünf große Schriften herausgebracht, zu sozialen Dienstleistungen und Beschäftigung, Investitionen, Innovation, öffentliches Auftragswesen und persönliche Pflege und Unterstützung. Wir haben die Leitung von Social Services Europe nun an FEANTSA übergeben.
Was vielleicht am wichtigsten ist: Unsere Mitgliederzahlen sind in den letzten sechs Monaten gestiegen, und werden im Herbst noch weiter steigen. Wir hatten eine sehr erfolgreiche Jahreshauptversammlung in Serbien, bei der bestehende Mitglieder zusätzliche Ressourcen zusicherten, um das weitere Wirken unserer Organisation sicherzustellen. Unsere Mitglieder stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit, und wenn Mitglieder willens sind, mehr zu unserem Netzwerk beizusteuern, in einer Zeit, in der viele aufgrund der anhaltenden Krise drakonische Regeln und Kürzungen hinnehmen müssen, dann ist das unglaublich motivierend für uns alle.
Seit Januar ist also eine Menge passiert, doch es steht noch viel an. Ein Workshop zu sozialer Innovation, eine Schulung zur Interessenvertretung und eine zur Geldmittelbeschaffung. Wir veranstalten außerdem eine Reihe von Netzwerktreffen: Glaube in der Sozialpflege, Marginalisierung und Ausgrenzung sowie Menschen in der Diakonie. Wir beschließen das Jahr mit einer Konferenz im Europäischen Parlament zur Solidarität unter den Generationen und einem Seminar mit der KEK zu Europa 2020. Überlegen Sie schon einmal, an welchen dieser Veranstaltungen Sie teilnehmen könnten.
Natürlich geschieht dies alles vor dem Hintergrund der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Situation, die sich uns in Europa aktuell bietet. Ich bin richtig stolz, dass unsere Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung zu dieser Situation Stellung bezogen haben – Sie können in unserer Erklärung von Novi Sad nachlesen, was sie zu sagen hatten. Wir werden diese Ideen und Gedanken im Laufe des Herbstes mit den zentralen Entscheidungsträgern teilen.
Zuvor machen wir jedoch eine Pause. Die nächsten E-News erhalten Sie Ende August.
Ich wünsche Ihnen schöne Sommerferien!
Heather |
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Beteiligung und Partnerschaft |
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19. Juli 2012
Es war eine ruhige Woche hier in Brüssel – endlich einmal, nach einigen sehr geschäftigen Wochen seit der Jahreshauptversammlung. Wie Sie ja von Aisling gehört haben, war ich letzte Woche in Zypern beim Treffen der europäischen Minister für Beschäftigung und Soziales. Unsere zentrale Botschaft von der Social Platform war, dass soziale NROs mehr in Entwurf, Umsetzung, Überwachung und Bewertung von sozialpolitischen Maßnahmen in den Mitgliedsstaaten eingebunden werden müssen, wenn solche Maßnahmen auch nur im geringsten Maße effektiv sein sollen. Das Feedback von vielen unserer Mitglieder hat gezeigt, dass der Prozess des Europäischen Semesters und insbesondere die nationalen Reformprogramme kein gutes Beispiel für partnerschaftliche Zusammenarbeit von NROs und Regierung war. Letzte Woche hatte ich auch die Gelegenheit, bei der Sommeruniverstität von Caritas Europa darüber zu sprechen, warum Organisationen wie die unsere Interessenvertretung für wichtig halten. Es gibt ein Zitat, das Dietrich Bonhoeffer zugeschreiben wird, das den Grund dafür sehr gut in Worte fasst: „Wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben, die Wunden der Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern müssen dem Rad selbst in die Speichen fallen.“
Wenn das unsere Aufgabe ist, dann brauchen wir das Wissen und die Werkzeuge, um Erbringer von Dienstleistungen zu sein, Entwickler neuer Ansatze für die Herausforderungen, die sich den Menschen in unserer Gesellschaft stellen und um politische und strukturelle Veränderungen zu fordern. Aus diesem Grund werden die Mitglieder im Laufe des Herbstes viel Gelegenheit haben, sich zu treffen und ihre Fähigkeiten und Fachkenntnisse in verschiedenen Gebieten auszubauen. Insbesondere möchte ich den Mitglieder die Schulung zur Interessenvertretung (24.-25. September in Paris) und den Workshop zu sozialer Innovation (18.-19. September in Helsinki) ans Herz legen. Weitere Informationen zu beiden Veranstaltungen finden Sie in diesem Newsletter.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Heather |
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13. Juli 2012
Seit vorgestern nimmt Heather gemeinsam mit der Social Platform an einem Treffen unter der zypriotischen Ratspräsidentschaft teil, bei dem die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NROs) bei der Umsetzung der Strategie Europa 2020 diskutiert wird. Die Social Platform, dessen Vizepräsidentin Heather ist, war eingeladen, beim informellen Treffen der Arbeits- und Sozialminister zu sprechen, da das Einbinden von sozialen Akteuren eine bessere Einbindung der EU-Bürger bedeutet.
Eurodiaconia wird immer öfter von den Europäischen Institutionen um Input zu bestimmen sozialen Themen gebeten, von Schuldenerleichterung und Nahrungsmittelhilfe bis zu Kinderarmut und Roma. Wir freuen uns sehr, uns einbringen zu können und unsere Bedenken und guten Vorgehensweisen teilen zu können. Das Feedback und das Expertenwissen unserer Mitglieder hat es uns ermöglicht, an diesen Punkt zu gelangen und wir sind denjenigen Mitgliedern sehr dankbar, die bereits den Politik-Fragebogen ausgefüllt haben. Er ist ein sehr wichtiges Werkzeug für uns und ermöglicht es uns, aktuelle und relevante Informationen weiterzugeben. Wenn Sie Eurodiaconia-Mitglied sind und 5 Minuten erübrigen möchten, um den Fragebogen auszufüllen, sind wir Ihnen sehr dankbar. Hier gelangen Sie zum Online-Fragebogen (auf Englisch). Wenn Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der Interessenvertretung erfahren möchten, können Sie sich für unsere Schulung zu diesem Thema anmelden, die im September stattfindet.
Caritas Europa veranstaltet diese Woche eine Sommeruniversität zur Strategie Europa 2020 und zur Armutsreduzierung. Eurodiaconia wurde gebeten, darüber zu sprechen, wie sich glaubensbasierte Organisationen in der Sozialpolitik engagieren können. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit unseren ökumenischen Partnern den Menschen, die in schwierigen Bedingungen leben, eine kräftigere Stimme verleihen können und sie dabei unterstützen können, selbst aktiv zu werden und sich einzubringen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Aisling |
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5. Juli 2012
Diese Woche war ein großer Teil unseres Teams nicht im Büro, sondern leistete Freiwilligenarbeit für Serve the City, eine innovativen Organisation mit Ursprung in Brüssel. Serve the City ermutigt Menschen, ein wenig Zeit damit zu verbringen, einmal „auf die andere Seite zu wechseln“ und die Realität von Menschen in schwierigen Situationen kennenzulernen, indem sie in praktischen Projekten mit ihnen arbeiten. Bei Eurodiaconia wünschen wir uns, dass unsere Mitarbeiter nicht nur die politische Seite der Dinge kennen, sondern auch die Praxis dahinter. Aus diesem Grund erhält unser Team jedes Jahr Sonderurlaub, um an diakonischen sozialen Projekten mitzuarbeiten. Die Big Volunteer Week von Serve the City ist da immer sehr beliebt und lohnend. Wir wissen jedoch alle, dass die Realität von extremer Armut, Marginalisierung und Diskriminierung kein Event ist, der einmal im Jahr stattfindet. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, Ungerechtigkeit aufzuspüren – und nicht einfach zu warten, bis sie uns ins Gesicht springt. Wir sind dazu aufgefordert, unseren Wohlfühlbereich zu verlassen und uns dorthin zu begeben, wo andere lieber nicht hin gehen; die Menschen dort zu treffen, wo sie sind, und nicht darauf zu warten, dass sie uns finden. Wir müssen uns mit dem aktuellen Kontext, mit der aktuellen Realität auseinandersetzen und nicht mit dem, was wir dafür halten.
Diese Frage des Kontextes und was die Gesellschaft von uns braucht wird Thema des Netzwerktreffens Glaube in der Sozialpflege sein, das vom 13.-14. November in Oslo bei Diakonhjemmet stattfindet. Wir werden die Theologie der Diakonie betrachten, und welche Herausfordergen sie in unserem aktuellen Kontext bringt. Wir werden uns damit beschäftigen, wie die Betrachtung unserer Konzepte von Pflege und Dienstleistungen aus Sicht derjenigen, die Marginalisierung erleiden, vielleicht unsere theologischen und praktischen Ansätze herausfordern könnte. Wenn wir diese Herausforderungen annehmen und sie angehen, dann dienen wir unseren Städten wirklich. Die vollständige Tagesordnung folgt in den nächsten Wochen. Notieren Sie sich jedoch jetzt schon den Termin, denn es erwartet sie eine wertvolle und vielfältige Diskussion zu Theologie und Praxis.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Heather |
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