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EU-Gipfel: Pflege, Kinder, Bildung als Motor von Beschäftigung und Konjunktur |
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5. Juli 2012
Am Vorabend des EU-Gipfels drängt die Diakonie die Regierungschefs in einem offenen Brief, soziale Investitionen als Schlüssel für Wachstum zu nützen.
Der soziale Sektor und damit die Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen ist Motor für Konjunktur und Beschäftigung. Laut Europäischer Kommission ist die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialbereich stärker gewachsen als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Zwischen 2000 und 2009 stieg die Zahl der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialsektor um 4,2 Millionen Menschen, „das ist ein Viertel des gesamten Beschäftigungszuwachses in der europäischen Wirtschaft“, so Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk. „Dieser Wirtschaftssektor generiert zudem etwa 5 % der gesamten wirtschaftlichen Leistung in Europa“.
Zusätzlich hat die Europäische Kommission mit ihrem aktuellen „Action Plan for EU Health Workforce“ das Problem erkannt, dass die demografischen Entwicklungen Verbesserungen für die derzeitigen Arbeitsbedingungen erfordern, um möglichst viele Menschen in diesem Arbeitsfeld halten zu können, bzw. die Beschäftigung weiter ausbauen zu können.
Deshalb fordert die Diakonie in einem offenen Brief die Regierungschefs auf, die Potenziale für uns alle bei Pflege, Kinderbetreuung, Bildung und sozialen Hilfen nicht zu übersehen. „Denn die letzten Jahre haben gezeigt: die Sozialwirtschaft ist Motor für Beschäftigung und Konjunktur in Europa,“ betont Martin Schenk, Sozialexperte und stv. Direktor der Diakonie Österreich. „Soziale Dienstleistungen sind keine Kosten, bei denen gespart werden darf, sondern Investitionen, die sich auf lange Sicht durch bessere Gesundheit und gutes Zusammenleben in der Gesellschaft lohnen“, betont Schenk. „Nicht zuletzt wird dieses Geld gut eingesetzt, denn jeder verdiente Euro wird von Non-Profit-Organisationen wieder dazu verwendet, neue Dienste für die Schwächsten der Gesellschaft auszubauen.“ Besonders im ländlichen Raum und für die regionale Entwicklung könnten wichtige Impulse gesetzt werden.
„Wenn durch kurzsichtige Kürzungspolitik soziale Chancen geraubt werden, sind langfristige negative Folgen für die europäischen Staaten sicher. Aus diesem Grund muss diese Diskussion morgen in den Gipfelgesprächen geführt werden“, so Schenk. „Die Kosten sozialer Ausgrenzung und die Verschlechterung des sozialen Zusammenhalts müssen bei Wirtschafts- und steuerpolitischen Entscheidungen berücksichtigt werden.“ Wer sozialer Polarisierung mit all ihren negativen Folgen für die ganze Gesellschaft gegensteuern will, muss nicht nur für die Stabilisierung des Finanz- und Bankensektors eintreten, sondern auch für die Stabilisierung des sozialen Ausgleichs," so Schenk abschließend.
Quelle: Diakonie Austria |
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Betreuungslücke Sommerferien: Inklusion für Kinder mit Behinderungen macht Urlaub |
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28 06 2012
Utl.: Diakonie weist auf Betreuungslücke hin: 58% der Eltern beklagen fehlendes Angebot, 21% können sich`s nicht leisten, bei 20% stimmt die Qualität nicht. „Nicht die Sonne, sondern die mangelnden Angebote in den Sommerferien bringen Eltern und ihre Kinder regelmäßig ins Schwitzen“, weist Martin Schenk, Sozialexperte und stv. Direktor der Diakonie Österreich, auf die großen Betreuungslücken im Sommer hin. Die Sommerferien sind für berufstätige Eltern eine Herausforderung in Sachen Kinderbetreuung, für Eltern mit behinderten Kindern ein nicht zu überwindender Hürdenlauf. „Die Betreuungslücke in den Sommerferien bedeutet für Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine große Herausforderung, denn das Recht auf inklusive Bildung wird durch neun Wochen Sommerferien jäh unterbrochen. Selten ist das öffentliche Ferienangebot von Ländern und Gemeinden auch für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf vorgesehen. Deshalb braucht es in den langen Sommerferien inklusive Angebote, die für SchülerInnen mit Handicaps passen und auch leistbar sind“, so Schenk.
Laut aktuell verfügbaren Daten des Mikrozensus zur „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ ist es ohnehin schon schwierig, zu Ferienzeiten eine adäquate Kinderbetreuung zu finden. „Für schulpflichtige Kinder wären zusätzlich 30.000 Betreuungsplätze erforderlich, darunter 16.600 Plätze, die zu bestimmten Tageszeiten und während der Ferien benötigt werden“, zitiert Schenk aus dem Mikrozensus. Von den insgesamt 1.732.900 Personen von 15 bis 64 Jahren mit Betreuungspflichten für Kinder unter 15 Jahren hatten 208.700 Personen bzw. 12,0% Probleme mit Kinderbetreuungsangeboten. Das Hauptproblem stellten meistens fehlende Angebote dar (für 121.900 bzw. 58,4%), für jeweils rund 43.000 bis 44.000 Personen waren ein zu hoher Preis (21,1%) bzw. andere Probleme (20,5%) wie etwa mangelnde Qualität das Hauptproblem.
Aus Salzburg, wo die Diakonie Kinder mit Behinderungen in einer inklusiven Schule begleitet, wissen wir, wie die Eltern jedes Jahr händeringend nach guter Ferienbetreuung für ihre Kinder suchen.
Zwt: Kids aus sozial schwierigen Verhältnissen sich selbst überlassen
Für Kinder- und Jugendliche, die wenig Unterstützung von zu Hause haben und in sozial schwierigen Verhältnissen leben, fehlt es auch an guter und leistbarer Begleitung über die Sommermonate. Gleichzeitig wird die geduldige Arbeit von Sozialpädagogen wieder zunichte gemacht, wenn die Kids über einen längeren Zeitraum sich selbst überlassen werden, so Schenk.
Die inklusive FIT Schule (Fachspezifische individuelle Teilausbildungen) der Diakonie in Wien geht einen anderen Weg: Die berufsorientierende Schule für von Ausgrenzung gefährdeten Jugendlichen verpflichtet seine SchülerInnen für vier Wochen zum Besuch einer „Sommerschule“. Und zwar unabhängig von ihrer familiären Situation. Der Diakonie und ihren LehrerInnen ist es wichtig, auch im Sommer mit einer sozial heterogenen Gruppe arbeiten zu können. Das vielfältige sportliche und kulturelle Angebot stärkt die Persönlichkeitsentwicklung. Das „Sommerloch“ wird für Aktivitäten genutzt, die während des Schuljahres sonst zu kurz kommen würden.
Dr.in Roberta Rastl-Kircher | Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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ungarisch-deutsche Diakonie-Tagung |
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28 06 2012
Thema „In Würde dem Alter begegnen“
Neuendettelsau – Führende Mitarbeiter/innen aus dem Diakonischen Werk Bayern und der Diakonie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn tauschten Erfahrungen und Visionen aus.
Im Europäischen Jahr des Aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen fand in den Räumlichkeiten der Diakonie Neuendettelsau die 5. ungarisch – deutsche Diakonie Tagung statt.
Zum Auftakt der Tagung begrüßte Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, die mehr als 40 Gäste mit dem Zitat der drei Siebe Sokrates. Er wünschte allen Teilnehmern in diesem Sinne interessante Gespräche und Zielführende Diskussionen die immer auch auf Wahrheit, Güte und Notwendigkeit überprüft werden sollen.
Einstimmende Worte kamen u. a. auch von György Gregersen-Labosa, dem Vorsitzenden des Landesdiakonieausschusses von Ungarn sowie dem Präsidenten der Diakonie Bayern Michael Bammessel.
Es wurde schnell klar, dass das Thema „In Würde dem Alter begegnen“ in beiden Ländern zukünftig eine hohe Bedeutung haben wird, und derzeit viele noch ungelöste Fragen aufwirft. Ein großes Augenmerk bei der Veranstaltung wurde auf die ethischen Aspekte zum Thema Würde im Alter, vorgetragen durch Prof. Städler-Mach gelegt. Fragestellungen waren beispielsweise wie ein ethischer Umgang mit immer neuen technischen Hilfsmitteln in der Pflege alter Menschen gefunden werden kann. Nicht alles was technisch machbar ist, ist auch immer gut für den pflegebedürftigen Menschen.
Neben Gesprächen und dem gemeinsamen Austausch über Herausforderungen und Erfahrungen im Umgang bei der Versorgung alter Menschen in den jeweiligen Ländern, gab es auch Zeit verschiedene Einrichtungen der Diakonie Neuendettelsau zu besichtigen. Am ersten Abend kamen alle Teilnehmer dieser Tagung in dem wunderschön restaurierten Schloss der Bruckberger Heime zum Abendessen zusammen. Bei gutem Essen und entspannter Atmosphäre konnten die Kontakte und Gespräche des Tages weiter vertieft werden. Der zweite Tag startete nach einer Morgenandacht mit Erläuterungen zum Thema „Wie stellen wir uns den Herausforderungen des Alters und wie begegnen wir ihnen in der Diakonie“. Hierbei wurden Best practice Modelle aus Ungarn und Deutschland vorgestellt und diskutiert. Überdies wurden den Teilnehmern am Nachmittag Workshops angeboten, um sich in Themen wie „Alter auf dem Land“ oder „Entlastung pflegender Angehöriger“ tiefer einzuarbeiten und um den Wissenstransfer zwischen beiden Ländern zu optimieren.
Zum Ende der erfolgreichen Tagung, wurde ein zweisprachiger Gottesdienst mit Abendmahl in einer Kapelle der Diakonie Neuendettelsau veranstaltet.
Krönender Abschluss der 5. ungarisch – deutschen Diakonie Tagung war eine Theateraufführung von Tempo 100, dem Seniorentheater aus Nürnberg, die ein Wunderbares Stück zur Freude aller Gäste präsentierten. Die Senioren verdeutlichen noch einmal, was das Europäische Jahr für aktives Altern genau bedeutet.
Der nächste Begegnungstermin zwischen Ungarn und Deutschen steht bereits fest. Vom 11. bis 14. Oktober 2012 wird die 20 jährige Partnerschaft zwischen der Evangelisch Lutherischen Kirche in Ungarn und der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern in der Löheschule in Nürnberg gebührend gefeiert.
Thorsten Walter
Leiter des Europa- Institut/ Head of the European Institute
Ev.- Luth. Diakoniewerk Neuendettelsau
Wilhelm-Löhe-Strasse 16
D- 91564 Neuendettelsau
Tel.: 0049 (0)9874 8 2330
Fax: 0049 (0)9874 8 2332
Email:
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Homepage: www.neuendettelsau.de
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 Die Stadtmission ist einer der größten humanitären glaubensbasierten Organisationen in Norwegen und wurde 1855 in Kristiania (Oslo) gegründet. Sie ist eine Ansammlung von diakonischen Schwester-Organisationen in ganz Norwegen, hat etwa 1.600 Voll- und Teilzeitmitarbeiter und noch weitaus mehr Ehrenamtliche. Ein Großteil der Arbeit wird in und um Oslo geleistet, mit 45 verschiedenen Programmen und Einrichtungen, die eine große Bandbreite professioneller Dienste bieten. Die Organisation arbeitet im Einklang mit der konfessionellen Grundlage der Kirche von Norwegen.
Vision und Werte Es ist die Vision der Stadtmission, dass die Menschen in unserer Stadt Respekt, Gerechtigkeit und Fürsorge erfahren. Unsere Pflichten sind weitgespannt und beinhalten das Aufspüren und Lindern von Missachtung, Unrecht und Not, indem wir helfen, die Gründe dafür zu beseitigen. Wir sehen unsere Mission und unsere gesamte Arbeit als Teil der diakonischen Arbeit der Kirche in der Großstadt.
Arbeitsbereiche
 Mit unserer Arbeit und unseren Dienstleistungen unterstützen wir Menschen jeden Alters und mit den verschiedensten sozialen Hintergründen.
Beispiele:
* Niedrigschwellige Projekte auf der Straße, mit Obdachlosen, mit Menschen, die unter Drogenabhängigkeit leiden, und mit Menschen aus dem Rotlicht- und Schwarzhandelsmilieu * Fachspezifische institutionelle Gesundheitsdienstleistungen, die Behandlung von Drogenabhängigkeit und psychischen Erkrankungen bieten * Vorbeugende und begleitende Initiativen für Kinder, Jugendliche und Familien * Wohn- und Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen * Programme in Wohnsiedlungen und Begegnungsstätten * Gottesdienstgemeinschaften und multikulturelle Aktivitäten * Gesundheits- und Sozialfürsorge für Migranten * Initiativen zur Arbeitsplatzvermittlung
 Die wichtigsten Herausforderungen in den kommenden Monaten: die Entwicklung von Betreuungsdiensten für Menschen mit Demenz, die Arbeit mit Migranten, das Erfüllen der akuten Bedürfnisse der Roma und die Förderung von neuem Sozialunternehmertum.
Kontakt The Church City Mission Tollbugt. 3 0152 Oslo Norwegen Tel.: +47 02005 www.bymisjon.no E-Mail:
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