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19. Juni 2010
Catherine Storry von Eurodiaconia nahm kürzlich an einer von der Europäischen Kommission und mit Unterstützung der spanischen Präsidentschaft organisierten Konferenz zum “Europäischen Pakt für Psychischen Gesundheit und Wohlbefinden“ teil. Zu den wichtigsten diskutierten Themen gehörten die Förderung der psychischen Gesundheit im Alter, ältere Menschen in kritischen Situationen, die Vorbeugung psychischer Störungen, Pflege- und Behandlungssysteme sowie informelle Pflegekräfte.
Während der Eröffnungsrede wurde angesprochen, dass sich die Zahl der Menschen mit Demenz bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird, ein statistischer Wert, der sicher genutzt werden wird, um sich für ein Europäisches Jahr für Aktives Altern und Intergenerationelle Solidarität 2012 einzusetzen. Während andere interessante statistische Daten ausgetauscht wurden, betonten verschiedene Referenten, dass die EU ihre Wissensgrundlage durch Forschung und Entwicklung festigen müsse.
Es wurde hervorgehoben, dass die Zahl der informellen Pflegekräfte, wie pflegende Angehörige, aufgrund finanzieller Einschnitte steigen werde, und dass das Risiko der sozialen Ausgrenzung für informelle Pflegekräfte hoch sei. Daher benötigen informelle Pflegekräfte Einkommenssicherheit, Anerkennung, eine Vertretung ihrer Rechte, Würde und Respekt. Es wurde jedoch betont, dass die informelle Pflege nicht die Rolle von Spezialisten und Fachleuten ersetzen darf. Auf EU-Ebene wurde gefordert, mehr Nachdruck auf Ausbildung und Unterstützung von Mitarbeitern und informellen Pflegekräften zu legen.
Es wurden die Auslöser psychischer Erkrankungen betrachtet, ebenso wie die Frage, wie man sozialer Isolation und Einsamkeit durch verbessertes Empowerment der Einzelnen und der Gemeinschaft vorbeugen kann. Ebenso hervorgehoben wurde die Notwendigkeit, das Stigma psychischer Gesundheitsprobleme zu bekämpfen und die Einstellung gegenüber dem Altern zu ändern. Ein Programm konzentrierte sich insbesondere darauf, dass die Ansichten älterer Menschen in der Politik in Schottland berücksichtigt werden, und verweist nachdrücklich darauf, wie wichtig es ist, ältere Menschen mit einzubeziehen. Ebenfalls betont wurde die Notwendigkeit eines neuen, integrierten Ansatzes zur psychischen Gesundheit, bei dem Sozial- und Gesundheitssektor zusammenarbeiten.
Die Teilnehmer wurden ermutigt, sich nicht zu scheuen, bei der Lobbyarbeit in Verbindung mit psychischen Gesundheitsproblemen das Kosten-Nutzen-Argument anzubringen: eine bessere Gesundheit bedeutet, dass die Menschen länger arbeiten können, es werden weniger Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch genommen und Lebensqualität und Wohlbefinden verbessern sich. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass sich Kosten unterlassener Investitionen in die psychische Gesundheit auf nationaler Ebene niederschlagen.
Aurelio Fernandez Lopez, Vorsitzender des Ausschusses für Sozialschutz der Europäischen Kommission, schloss mit zwei Stichpunkten: das Thema psychische Gesundheit muss in den integrierten Strategien aller Mitgliedsstaaten enthalten sein und wir müssen die gesundheitlichen Ungleichheiten in der EU verringern, um den Zugang aller zu qualitativ hochwertiger Pflege und Dienstleistungen zu gewährleisten.
Für weitere Informationen zu dieser Konferenz wenden Sie sich bitte an
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